Damen gegen HSG Würm-Mitte

Am Samstag den 03.11.2018 sollte es also soweit sein. Der vom Gastgeber groß angekündigte Derby Day3 fand seinen Beginn in der Partie der Eichenauer Damen gegen die Reserve der 3. Liga Wildkatzen aus Gräfelfing.
Die HSG bestreitet bisher ungeschlagen ihre zweite BOL-Saison. Wie dominant das noch junge Team um Waterloo/Brenzel in diesem Jahr auftritt stellten die Wildkatzen in den letzten Spielen zu genüge unter Beweis. So knackten sie in ihren bisher fünf gespielten Partien bereits zwei Mal die 40-Tore Marke und ließen so bisher keine Zweifel offen, dass in diesem Jahr unbedingt der Weg in die nächst höhere Liga gefunden werden will.
Zwar befindet sich der ESV aktuell nur drei Punkte hinter dem Nachbarn aus Gräfelfing, allerdings verlief die Saison für die Starzelbacher bisher noch nicht so reibungslos, wie man sich dies vielleicht erhofft hatte. Auch wenn man bis dato auf 3 Siege und 1 Remis zurückblicken kann, lässt sich nicht bestreiten, dass man in kaum einem Spiel sein volles Potential abrufen konnte.
Dennoch trat die Mannschaft um Werner Stricker entspannt den Weg nach Gräfelfing an. Als Underdog hatte man an diesem Tag keinen Druck etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen, während die Gastgeberinnen im Aufstiegskampf nach jedem Korn picken müssen. Gleichwohl freute man sich auf die Partie, die in den letzten Jahren immer schöne Spiele auf Augenhöhe boten.
Trotz alledem kam für keinen der Damen in Betracht sich dem Gastgeber am heutigen Tage kampflos geschlagen zu geben, wollte man doch an den Sieg aus dem letzten Jahr anknüpfen. Pünktlich um 15:00 Uhr startete man also in den berüchtigten Derby-Day.

Erfreulicherweise hatten bereits vor dem eigentlichen Highlight der Drittligadamen im Anschluss die ersten Fans ihren Weg in die Würm-Arena gefunden und verpassten dem Derby die dazu passende Spielatmosphäre.
Nach kurzen Startschwierigkeiten (0:1, 1:1, 4:1) fand auch der ESV endlich ins Spiel und versenkte den Ball binnen zwei Minuten gleich 4 Mal im gegnerischen Tor (4:5).
Die Gäste zeigte sich in dieser Anfangsphase des Spiels von ihrer besten Seite und kurzzeitig entflammten erste Gedanken an einen möglichen Sieg am heutigen Tage. Auch die HSG hatte sich das Ganze wohl etwas anders vorgestellt, überrollten sie doch die meisten Mannschaften bisher geradezu von Beginn an. Doch der ESV ließ sich nicht so leicht abschütteln (7:7).
Das Trainergespann Waterloo/Brenzel reagierte prompt, wechselte den Torhüter und nahm sogleich die erste Auszeit. Diese schien zu fruchten.
Man sollte meinen die Starzelbacherinnen wussten um die Gefahr, die vor allem vom linken Flügel der HSG ausging. Die pfeilschnelle Linksaußen der HSG, Franzi Piffer, erzielte bisher in gerade einmal 5 Partien stolze 40 Tore und befindet sich damit aktuell auf Platz 2 der Torrangliste. Trotz allen Warnungen durch Trainer Stricker das schnelle Umschaltspiel der HSG durch ein sicheres und präzises Angriffsziel auf ein Minimum zu reduzieren, gelang es dem ESV spätestens ab diesem Zeitpunkt nichtmehr, das extrem hohe Tempospiel der HSG in den Griff zu bekommen. Zum Ende der ersten Halbzeit hatte Piffer so bereits 6 Mal im Alleingang im gegnerischen Tor eingenetzt.
Immer schwerer gelang es nun den sichtlich konditionell geschwächten Eichenauern im Angriff zum Torerfolg zu kommen. Die HSG spielte weiter ihr Spiel und bestrafte jeden Ballverlust der Gäste konsequent. So wechselte man bei einem Spielstand von 14:8 die Seiten.




Auch in der zweiten Halbzeit spiegelte sich ein ähnliches Bild wieder. Jede Torchance musste schwer erarbeitet werden. Viel zu oft scheiterte man zudem an der gegnerischen Hüterin oder dem Pfosten. Von Minute zu Minute schwanden die Kräfte. Den lauffreudigen Gastgeberinnen hatte man so nichts mehr entgegenzusetzen. Bei einem Spielstand von 35:18 beendete das souverän agierende Schiedsrichtergespann Walbrunn/Jordan die Partie.
So bleibt an dieser Stelle nur zu sagen, dass man an diesem Tag klar die schlechtere Mannschaft war und verdient als Verlierer den Platz verließ. Es gilt dennoch, die wahrlich gute Anfangsphase in den Köpfen zu behalten und daran zu arbeiten, eine gewisse Konstanz in das Spiel der noch jungen Truppe zu bringen.
In den nächsten Wochen warten bereits weitere hochkarätige Gegner dieser Liga auf die Starzelbacherinnen, bei denen man sein Können noch zu Genüge unter Beweis stellen kann. Bis dahin hat man noch reichlich Zeit das Spiel Revue passieren zu lassen und diverse Fehler der vergangenen Spiele wett zu machen.