Die DRITTE tut gutes

Traditionell jedes Jahr im November ruft der BW Feldkirch zu seinem international
besetzten Charity Turnier ins schöne Vorarlberg. Ein Ruf, dem sich Die Drittte auch dieses
Jahr nicht verweigern wollte.
Das ist eine wirklich sehr schöne Geschichte zu Gunsten des Schulheim Mäder
(Landessonderschule für körper- und mehrfach behinderte Kinder). Die Feldkircher
Handballer spenden schon jahrelang für Kinder mit Behinderungen und helfen
Einzelpersonen, die sich in finanzieller Not befinden. In all den Jahren konnten schon
mehrere zehntausend Euro für soziale Zwecke gesammelt werden!
So traf sich also Die Drittte, ergänzt von einigen jungen und dynamischen Praktikantinnen,
am Eichenauer Bahnhof. Eine kurze Inventur ergab: genug Spieler, etwas knapp
kalkulierte Verpflegung (wie jedes Jahr), reichlich Trikots, aber zwei Hosen zu wenig. Die
Schuldige an diesem Tatbestand, nennen wir sie illeM, (das ist übrigens dieselbe, die was
wo nich so gut mit Deutsch bei kannen tut, weil sie nich weiss, wie schribst Die Drittte)
wurde angewiesen nach Hause zurück zu kehren, einen Wald zu roden, darauf ein
Polyesterfeld zu pflanzen, zu giessen, zu düngen, ab zu ernten, daraus Stoff zu weben,
zwei Hosen zu schneidern und sich eine dreiviertel Stunde später in Pasing ein zu finden.
Der Rest der Reisegruppe fuhr inzwischen zum Hauptbahnhof und nahm die Plätze in
dem gebuchten Loungewagen ein.
Nein, es gab noch nix zu trinken. Das gibt‘s erst, wenn die Truppe komplett ist. Die Fahrt
vom Hauptbahnhof bis Pasing verbrachten wir dafür mit den Grundlagen der
Thermodynamik und stellten erstaunt fest, dass Bier nur dann kalt wird, wenn man es
kühlt. Im Kühlschrank beispielsweise.
In Pasing stiessen dann die zwei Hosen und illeM zu uns. Damit waren wir komplett und
konnten mit den Vorbereitungen für unsere Spiele beginnen. Die genauen Einzelheiten
sind aus taktischen Gründen leider geheim. Das nächste Highlight war dann in Lindau.
Dort hatte der Freundeskreis einen sehr schönen und strukturierten Sonnenuntergang für
uns organisiert.


Froh gelaunt kamen wir trotzdem irgendwann in Feldkirch an und begannen umgehend
uns zu akklimatisieren. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautete „Novemberfest“.
Das ist wie Oktoberfest, nur eben im November. Aber auch mit Dirndl und so.
Entsprechend war natürlich Die Drittte gekleidet. Die Fotos sind aus unerfindlichen
Gründen verloren gegangen. Leider. Schade. Als Ersatz dafür gibt es am Anhang ein sehr
schönes Bild des sehr schönen und strukturierten Sonnenuntergangs. Auch die
Dekoration der Halle war sehr schön dem Thema angepasst. Knapp unter der
Hallendecke waren wunderschöne und sehr schöne Kränze aufgehängt. Nachdem wir
dem Veranstalter versichert hatten, dass unser Rückraum in diesem Jahr anders als im
Jahr davor aufgestellt war, konnten die Kränze ein paar Meter tiefer gehängt werden.
Damit kamen sie noch sehr schöner zur Wirkung.
Die Drittte

Und schon gings los.
Das erste Spiel hatten wir gegen die Werksauswahl von ThyssenKrupp Presta. Eisenharte
Abwehr und das Tor wie zugeschweisst. Krupp Stahl halt. Das war schon daran zu
erkennen, dass weder unser Topscorer, noch der Führende der mannschaftsinternen
Strafwurfliste, als auch ein Bayernligapräsident ihre 7- Meter nicht verwandeln konnte.
Ausserdem hatten wir das Handikap, noch nie in dieser Aufstellung zusammen gespielt zu
haben. Nachdem wir uns aber eingespielt hatten und Tor um Tor aufholten, wurde das
Spiel unfairer Weise abgepfiffen. Und das nur, weil die Spielzeit abgelaufen war. Endstand
6:7.
Im zweiten Spiel gegen die Vertretung eines international tätigen Finanzkonzerns stand
die Abwehr sehr gut und der Angriff lief flüssig. Endstand 10:8. Somit lautete das
Gesamtergebnis Die Drittte gegen Österreich 16:15.
Es gab zum Abschluss noch die obligatorischen Pommes und wir machten uns wieder auf
dem Heimweg. Dummerweise verbrauchten unsere Damen fast ihren gesamten Vorrat an
Leckerlis auf der Strecke von Feldkirch Bhf bis Götzis. Laut Google handelt es sich hierbei
um eine Entfernung von 11,35km. Bei, sagen wir einer Durchschnittsgeschwindigkeit des
Zuges von 60km/h, macht das …. Wie erwähnt, dynamische Praktikantinnen.
In Lindau hatte dann noch die Bahn noch ein Schmankerl für uns: Schienenersatzverkehr!
Das war super. Allerdings war der Busfahrer sichtlich enttäuscht, dass sein guter Freund
Locke nicht dabei war.
Der Rest der Reise verlief routiniert, sodass wir pünktlich wieder in Eichenau ankamen
und illeM noch Zeit hatte ihr Polyesterfeld zu giessen.

Und Die Drittte International ist:
illeM, Ina, Leonie, Frank, Bono, Murdoc und König

Teilen ...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter