Verdienter Sieg durch Spielwitz und Variabilität gegen den TSV Ottobeuren

Am vergangen Wochenende gastierten unsere Damen beim Tabellenvorletzten TSV Ottobeuren. Denkt man einmal an die letzte Saison, so taten sich die Gäste damals recht schwer und konnten erst in den letzten Minuten das Spiel für sich entscheiden. War man also nun auch gewarnt, dass man sich nicht an das Spiel der Gastgeber anpasst und versucht, wie manch andere Mannschaften, groß aufzuspielen und auch der jungen Garde viel Spielzeit zu bieten. Denn ein Sieg war das mindeste an diesem Tag, neue Euphorie und endlich wieder das zeigen, was man unter der Woche trainiert und übt. So waren die letzten beiden Niederlagen gegen die Tabellenspitze, den TV Waltenhofen schmerzlich und gegen den SC Weßling grob gesagt unnötig, zeigte man doch vor allem in diesem Spiel nicht seine wahren Stärken.
Angekommen in der recht kalten Halle ging es in die Kabine um sich dort auf den Gegner vorzubereiten und die volle Konzentration auf das kommende Spiel zu lenken. Zu ungewohnt früher Zeit wurde dann das Spiel durch das souveräne Schiedsrichtergespann Merke/Walter angepfiffen.

Ungewohnt war auch die erste 6 auf dem Feld, beginnen die Starzelbacherinnen eigentlich immer mit dem Rückraum-Trio Bruckner/ Riemschneider/ Zerbes, standen dieses Mal die etwas jüngeren Spieler von Anfang an auf der Platte. So konnten Angelina Riemschneider und Sophia Amoruso zeigen, dass man sich auch auf die jungen Spieler und Eigengewächse des ESVs verlassen kann. Mit anfänglichen Schwierigkeiten, in der vor allem die Rechte Außenposition des TSVs zu einfachen Toren kam, die die Eichenauerinnen erst durch eine aktive Manndeckung in Griff bekamen und einem 1:3 Rückstand, rollte der Eichenauer Angriff langsam aber sicher los. Über den Ausgleich durch Katharina Schneider in der 10. Minute zum 3:3 startete das Spektakel im Angriff, mit einem 12:0-Lauf überrollten die Damen den TSV Ottobeuren im wahrsten Sinnes des Wortes. Freie Würfe aus dem Rückraum, der ein oder andere 7Meter wurde verwandelt und auch das Zusammenspiel untereinander klappte wie am Schnürchen. Auch nach einem kurzen Time-Out zur Mitte der ersten Halbzeit und einem Blockwechsel mit Umstellung der Abwehr in eine 3-2-1-Formation, das Steckenpferd der Starzelbacherinnen, durch den Trainer Werner Stricker, konnten die Gäste nicht gestoppt werden. In dieser Zeit war man von allen Positionen variabel und vor allem torstark, sowohl von den Außen- und Halbpositionen als auch vom Kreis traf die Mannschaft aus Eichenau. Bis zur Halbzeit konnte man so ein 4:13 herausspielen.




In der Halbzeit sprach man vor allem die gute Abwehrarbeit an und wollte in der zweiten Halbzeit genau dort weitermachen, wo man aufgehört hatte. Schnelle Ballgewinne und somit ein leichtes Tempospiel sollten das Ziel sein. Zurück auf dem Spielfeld fing man genau dort an, schönes Zusammenspiel mit dem Kreis, brachte den Rückraum zu einfachen Toren und konnten die Gastgeberinnen die Mitte doch mal schließen, war es Iris Stauch, die auf links Außen am heutigen Tag glänzte und von dort fünfmal traf. Auch in dieser Halbzeit kam pünktlich der Blockwechsel und auch jetzt glänzte einmal mehr die routinierte erste 6 mit schnellem Spiel und einer sauberen Abwehrarbeit. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Estelle Bruckner und Verena Zerbes war an diesem Tag fabelhaft, egal wer den Ball herausfing, der jeweils andere lief erfolgreich den Tempogegenstoß.
Der einzige Wermutstropfen war die Verletzung unseren Torhüterin Petra Jäckel, die durch einen Ball außer Gefecht gesetzt wurde und durch die Jugendspielerin Sophia Amoruso die letzten 8 Minuten ersetzt wurde. An dieser Stelle wünschen wir dir gute Besserung, liebe Petra und hoffentlich bist du bald wieder fit und ein großes Dankeschön an dich, Sophia, dass du als Torhüterin eingesprungen bist.

Am Ende kann man zusammenfassen, dass an diesem Tag der ESV einen Sahnetag erwischt hat und sich bis auf eine Spielerin alle in die Torschützenlisteneintragen konnten. Auch die Abwehr mit der gut aufgelegten Petra Jäckel stand an diesem Tag souverän, mit gerade mal 12 Gegentreffern in 60 Minuten kann man daran nichts aussetzen. Auch die vielen Treffer in der Offensive zeigen, dass man sich bei solchen Spielen auch auf die Jugendspieler und Spieler, die sonst nicht so viel Einsatzzeit bekommen, verlassen kann.
Um auch im letzten Spiel des Jahres zwei Punkte im Budriotempel zu behalten und unseren Fans wieder zu zeigen, was alles in uns steckt, kommt und unterstützt uns am kommenden Sonntag um 16:15 Uhr in Eichenau!

Eure Damen