Damen: Ein gewonnener oder ein verlorener Punkt?

Vergangenen Sonntag stand nun also endlich das erste Saisonspiel der Damen an. Viel vorgenommen hatte man sich in der Vorbereitung. Doch leider standen die Vorzeichen nicht besonders gut. So dezimierte sich der Kader verletzungsbedingt von Woche zu Woche, so dass man mit Luisa, Jessi, Hana und Melli gleich vier schmerzhafte und längerfristige Ausfälle zu verbuchen hatte.

Nichts destotrotz rückte der Rest der Mannschaft noch einen Schritt näher zusammen und wollte an diesem Wochenende einen glücklichen Auftakt hinlegen.




Zunächst schien das auch gut zu gelingen. Mit vollem Elan startete man in die Partie und ließ den Gegner sofort mit 0:3 ins Hintertreffen gelangen. Das nach diesem Weckruf nun auch die Gegner in der Partie angekommen waren, ließen diese die Hausherrinnen sofort spüren.

Im Angriff brachte man in dieser Phase nicht viel Verwertbares zustande. Die zahlreichen Ballverluste des ESV münzte die HSG mühelos in ein Tor nach dem anderen um. Ehe man sich versah stand man einem 6 Tore Rückstand gegenüber (6:12). Bis zu Halbzeit gelang es immerhin noch, diesen um 2 Tore zu verkürzen.

Nachdem man sich in dieser ersten Halbzeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte hoffte man, wenigstens etwas Zählbares aus der Partie mitnehmen zu können.

Anfang der zweiten Halbzeit schien die Mannschaft wie ausgewechselt. Binnen fünf Minuten hatte man den Rückstand in Windeseile egalisiert. Doch die HSG legte noch einmal alles in die Waagschale und schaffte es, die Eichenauer einem konstantem 1-Tore Rückstand hinterher laufen zu lassen, den sie bis kurz vor Ende auch nicht mehr hergaben. In den letzten Minuten entwickelte sich ein wahrer Schlagabtausch. Erst 20 Sekunden vor Schluss gelang es dem ESV erstmals wieder zum 21:21 auszugleichen. Der letzte Angriff der HSG scheiterte anschließend am heimischen Pfosten, so dass man sich schlussendlich wenigstens über einen Punkt freuen könnte, der nach dieser schwachen ersten Halbzeit wohl eher ein gewonnener als verlorener Punkt war.

Wirklich zufrieden sein kann man nach mit diesem Saisonstart wohl eher nicht. Zu viele Fehlwürfe und Ballverluste spickten das Angriffsspiel der Heimmannschaft. Auch in der Abwehr fand man oft nicht die nötigen Mittel, um die HSG in Schach zu halten. Der ESV hat nun zwei Wochen Zeit das Spiel noch einmal Revue passieren zu lassen und sich Gedanken zu machen was man beim nächsten Auswärtsspiel in Landsberg besser machen möchte. Am Ende kann man jedoch froh sein, dass man durch eine starke Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit zumindest einen Punkt auf sein Konto verbuchen konnte.

Unseren Verletzten wünschen wir weiterhin alles erdenklich Gute und eine schnelle Genesung, so dass man bald wieder gemeinsam in voller Montur angreifen kann.