Auswärtssieg der Damen in Weßling

Vergangenen Sonntag trafen die Damen des Eichenauer SV in alter Gewohnheit auf den SC Weßling. Seit Jahren teilt man sich mit dieser Mannschaft die Liga, an die man nur allzu oft schmerzliche Punkte abtreten musste.

Die Vorbereitung auf das Sonntagspiel lief durchwachsen. Ende der Woche erhielt man die Nachricht, dass aufgrund eines Heizungsdefekts in heimischer Halle ein Spieltag daheim nicht möglich sein würde. So tauschte man kurzerhand mit der verhandlungsbereiten Konkurrenz das Heimrecht und sah sich so plötzlich einer ganz neuen Aufgabe gegenüber, hatte man doch in eigener Halle gegen den SC Weßling oftmals die Nase vorn gehabt.




Trotz alledem starteten die Damen des Eichenauer SV motiviert in den Spieltag. Nachdem die Damen 2 bereits in Alling einen Sieg einfahren konnten, machte man sich gemeinsam auf den Weg nach Weßling.

Nach dem bitteren Ausgleichstreffer in letzter Sekunde gegen den TSV Waltenhofen zwei Wochen zuvor, hatte man sich für diese Partie fest vorgenommen, vergangene Fehler hinter sich zu lassen und befreit aufzuspielen.

Die ersten Minuten waren geprägt von einem gegenseitigen Herantasten beider Mannschaften. Bis zum Stand von 4:4 zog der SC seinen Stiefel durch und ließ dem ESV keine Zeit zum Verschnaufen. Ehe man sich versah waren die Hausherrinnen so bereits auf drei Tore davongezogen (7:4). Doch der ESV ließ sich nicht abschütteln. Unter Regie von Verena Zerbes und Melanie Steinherr, die nach ihrer Schwangerschaftspause das erste Mal wieder mit auf der Platte stand, kämpfte sich die Gäste Tor um Tor wieder heran. Sophia Schwarz schenkte dem SC in dieser Phase drei blitzsaubere Treffer von Außen ein und so

sahen sich die Eichenauerinnen kurz vor der Halbzeit einer ein Tor Führung gegenüber.  Mit einem besonderen Schmankerl sollten sich die Gäste sodann in die Pause verabschieden. Die Halbzeitpause war bereits eingeläutet, als dem ESV noch ein direkter Freiwurf zugesprochen wurde. Etwas unbeholfen platzierten der SC seine Mauer ins Blockeck, an der Zerbes den Ball vorbei im Tor platzierte und damit den 12:14 Halbzeitstand markierte.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte der ESV weiter wie aus einem Guss und brachte die Heimmannschaft ins straucheln. Eddi Tabaković versenkte alle ihre vier 7-Meter im gegnerischen Tor und schenkte dem ESV so weiteres Selbstvertrauen. Lediglich die stark aufspielende Außenspielerin der Gäste Janine Schmidt bereitete dem ESV immer wieder Kopfzerbrechen. Doch Torhüterin Uhl erwies sich als starker Rückhalt und hielt ihre Mannschaft durch wichtige Paraden weiter im Spiel. Munter trafen Steinherr und Zerbes weiter das gegnerische Tor, die an diesem Tag 14 der 27 Treffer auf ihr Konto schreiben konnten. Beim Stand von 21:27 schien der ESV den Sieg in der Tasche zu haben. Doch Weßling kämpfte sich noch einmal mit letzter Kraft heran und sorgte mit drei Treffern in Folge doch noch für etwas Unruhe bei den Gästen. Doch man hatte aus den Fehlern der vergangenen Woche gelernt. Gekonnt spielten die Damen so die letzten Spielminuten von der Uhr und gingen bei Stand von 24:27 als berechtigter Sieger vom Platz.

Der Sieg im schweren Auswärtsspiel beim SC Weßling war das Ergebnis einer starken Teamleistung, zu der jede Spielerin ihren Beitrag leistete. Mit diesem Gefühl will man nun in die kommenden Wochen starten um sich auf das nächste schwere Auswärtsspiel beim TSV Ottobeuren vorzubereiten. In der starken West-Staffel gilt es keinen Gegner zu unterschätzen. Wie die Ergebnisse der letzten Wochen gezeigt haben, kann in dieser Staffel jeder gegen jeden gewinnen. Man wird also die Zeit nutzen, um sich auf diesen Gegner angemessen vorzubereiten.

Ein Sonderlob gilt an diesem Tag Melanie Steinherr, die trotz ihrer langen Abwesenheit ein starkes Spiel auf das Parkett brachte und nicht nur ihre Mitspielerinnen immer wieder gekonnt in Szene setzte, sondern auch durch ihre 5 sehenswerten Treffer den Gästen das Leben schwermachte.

Besonders erwähnenswert ist zudem, dass Katharina Kolb an diesem Tag das erste Mal nach ihrer langen Verletzungspause wieder für ein paar Minuten auf der Platte stand und ihrer Mannschaft unter die Arme greifen konnte.

Melli und Kathl, wir freuen uns, dass ihr wieder da seid!

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