Zwei Gesichter kosten den Damen den Sieg

Am Samstagabend zu später Stunde stand für die Damen des Eichenauer SVs das nächste Auswärtsspiel an. So ging es für sie auf den in München berühmten FC Bayern München Campus an der Ingolstädter Straße. Beim Mitaufsteiger aus der Bezirksoberliga Oberbayern hieß es dieses Mal ohne Harz auskommen. So trainierte die Mannschaft unter der Woche mit einem harzfreien Spielgerät und zeigte, dass die eigene Zeit in der BOL nur wenige Monate zurücklag.

Da die letzten zwei Spiele trotz guter Gesamtleistung verloren wurden, wollte man in diesem Spiel die nächsten Punkte mitnehmen. Nach den Derbys gegen die HSG Würm-Mitte und den HCD Gröbenzell zeigte sich eine deutliche Leistungssteigerung. Vor allem im Angriff sicherte man sich in den Begegnungen zunehmend Sicherheit und Vertrauen in den eigenen Aktionen.




Die Anfangsphase war auf der Eichenauer Seite durch ein kontinuierliches Tempospiel geprägt. Auffallend, dass man auf allen Positionen torgefährlich war. Auch die Stärke der Eichenauerinnen, die Abwehr, zeigte sich in der ersten Halbzeit von ihrer guten Seite. So hatte man die spielentscheidende Torjägerin der gegnerischen Mannschaft gut im Griff und führte in der ersten viertel Stunde mit vier Toren. Darauf folgte eine kleine Schwächephase und man machte es den Bayernspielerinnen ein ums andere Mal zu leicht und so kamen die Gegner auf 9:10 heran. Dann zeigte Katharina Kolb ihre Stärken im Tempogegenstoß und Janine Schmidt in ihrer sicheren Quote auf rechts außen und man zog wieder bis auf ein 9:13 davon. Mit einem Spielstand von 10:13 verabschiedete man sich in die Halbzeitpause.

In der Kabine appellierten Viola/ Lauer an die Abwehr. Die Eichenauerinnen sollten sich wieder genau absprechen und auf das Zusammenspiel Rückraum/ einlaufenden Kreis besser achten. Den drei Tore-Vorsprung konnten die Damen bis zum 39. Minute halten, dann wurden sie von der Aufholjagd und der Stärke von Kweta überrascht. Binnen einer Minute wurde der Vorsprung egalisiert und die Gegner glichen zum 17:17 aus. Die Eichenauerinnen fanden in dieser Spielphase keinen Zugriff in der Abwehr und schlossen ihre Angriffe zu überhastet ab. Eine Verletzung von Schweitzer schwächte die Abwehr noch einmal schwer. Krankheitsbedingt musste Viola auch vermehrt durchwechseln, was einen Einbruch im Tempospiel zur Folge hatte. Schmidt fasste sich in dieser Zeit weiterhin ein Herz und verwandelte jeden Wurf. Mit einem Spielstand von 23:23 ging es in die letzten zwei Minuten. Durch ein Time-Out versuchte der Trainer die Eichenauerinnen noch ein letztes Mal auf die Stärken und Schwächen hinzuweisen und sie auf die letzten Sekunden vorzubereiten. Im letzten Angriff für die Damen fand der Ball leider nicht den gewünschten Weg in Tor. So hatten die Gastgeberinnen noch einmal die Chance einen erfolgreichen Angriff abzuschließen. Durch einen cleveren Spielzug netzten die Gegner auf der linken Außenposition ein. Die letzten Sekunden waren für die Eichenauerinnen leider nicht mehr genug um ein Unentschieden aus dem Spiel zu holen. So ging das Spiel mit einem 24:23 an den FC Bayern München.

Fazit: Leider zeigten die Damen des Eichenauer SVs in den beiden Halbzeiten zwei Gesichter. So stark man die erste Hälfte des Spieles gestaltete, so ließ man sich in der zweiten durch die Gegner zu einfachen Fehlern und unnötigen Schwächen verleiten. Passte man sich zu sehr an die Gastgeberinnen an und zog seine eigene Spielweise zu wenig durch. Man muss an die erste Halbzeit und die Spiele gegen die HSG und den HCD anschließen um in der neuen Liga punkten zu können.

Nun heißt es, Spiel abhaken und sich auf den nächsten Gegner, den TSV Schleißheim, vorbereiten. Wieder ein Mitaufsteiger, der in seiner eignen Halle nicht harzen darf. Vorteil für die Eichenauer Damen, die am kommenden Samstag zum nächsten Heimspielwochenende laden.

Anpfiff am Samstag um 16:30 Uhr im heimischen Budriotempel. Wir freuen uns auf euch.

Eure Damen

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