Teil 2: Eichenauer SV gegen TSV Ottobeuren (25:18)

Nachdem man am Vortag erst gegen 0:30 Uhr aus dem weit entfernten Waltenhofen wieder daheim angekommen war, wartete nicht einmal 24 Stunden später bereits die nächste Herausforderung auf die Damen des ESV.

Im Vergleich zur dünn besetzten Bank am Vortag, stoßen mit Hanna Simon, Anna Jung und Katharina Böck jedoch glücklicherweise noch drei wichtige Spielerinnen zum Kader dazu, die dem ESV die dringend benötigten Wechselmöglichkeiten boten. Auch die in Leipzig studierende Estelle Bruckner meldete sich am Nachmittag überraschend an und sorgte mit dieser Nachricht für weitere Vorfreude auf das zweite Match an diesem Wochenende.

In der Brucker Spielstätte versammelte man sich also am späten Nachmittag für das Nachholspiel gegen den TSV Ottobeuren, bei dem man erst eine Woche zuvor gastierte und dort einen wichtigen Punkt im Aufstiegskampf ergattern konnte.

Vor gut gefüllten Zuschauerrängen wurde die Partie um 17:30 Uhr angepfiffen. Beide Mannschaften starteten etwas nervös in die erste Halbzeit. Die Anfangsminuten waren geprägt durch ein gegenseitiges Herantasten. Schweitzer und Herold dirigierten ihre Abwehrreihe souverän durch die erste Viertelstunde. So gelangen dem TSV bis dato nur vier Treffer, was jedoch auch der enorm hohen Fehlerquote der Gäste geschuldet war.

Hatte man sich im Angriff gestern noch scheinbar mühelos durch die gegnerische Abwehr gekämpft, musste sich in diesem Spiel jede Torchance hart erarbeitet werden. Trotz müder Beine dachte der ESV jedoch nicht daran, sich dem TSV kampflos hinzugeben. Ein Doppelpack von Bruckner und ein durch Jasmin Wallner sicher verwandelter Strafwurf sorgten erstmals für eine kleine Verschnaufpause (8:5). Doch die Gäste ließen sich nicht so leicht abschütteln und kämpfen sich bis zur Halbzeit wieder auf ein Tor heran.

Das Trainergespann Viola/Lauer fand in der Halbzeit die richtigen Worte und schwor seine Schützlinge auf die letzten 30 Minuten ein. Die Vorgaben waren dabei klar. Einen kühlen Kopf bewahren und die eigenen Stärken mehr nutzen.

Der Anfang der zweiten Halbzeit entwickelte sich zu einem Schlagabtausch. Keiner der beiden Mannschaften konnte sich in dieser Phase entschieden absetzten. Weiter kämpfte man in der Abwehr um jeden Ball und versuchte im Angriff die letzten Kräfte zu mobilisieren. Vor allem Katharina Kolb verwandelte in dieser wichtigen Phase drei ihrer fünf Treffer binnen fünf Minuten und sorgte damit für weiteren Aufwind.

Wie bereits am Tag zuvor zeigte der ESV dann abermals in der letzten Viertelstunde der Partie, wer am heutigen Tage als Sieger vom Platz gehen sollte. In der 47. Minute verkürzte der TSV noch einmal auf 15:14. Dann folgte ein starker fünf-Tore Lauf der Eichenauer Damen. Angeführt von Melli Steinherr, die sich in dieser wichtigen Phase des Spiels als starker Rückhalt im Angriff des ESV präsentierte, hielt man den TSV weiter auf Abstand und spielte gekonnt die Zeit von der Uhr. Ein weiterer Fehlpass der Gäste sorgte für die Vorentscheidung. Beim Spielstand von 22:19 pfiff das junge Schiedsrichtergespann Esser/Weyhofen das Spiel ab. Überglücklich und erschöpft lagen sich die Damen des ESV in den Armen.

Somit ging ein siegreiches, aber anstrengendes Wochenende für die Damen zu Ende. Wer hätte das am Anfang dieser Woche für möglich gehalten? Mit einem so dünn besetzten Kader hatte man dank Teamgeist und einer guten Moral an diesem Wochenende gezeigt, was für eine starke Mannschaft man hat. Auch wenn man sich im Vergleich zum Vortag vereinzelt schwertat, kämpfte jede Spielerin auf und neben dem Spielfeld bis zum Schluss für den Sieg.

Der ESV beendet die Vorrunde somit als Gruppenerster und steht somit souverän in den in drei Wochen beginnenden Playoffs um den Aufstieg in die Landesliga. Bis dahin heißt es Wunden lecken, Corona-Nachwehen auskurieren und sich bestmöglich auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten.

DANKE für eure Unterstützung!

Eure Damen

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